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Stadt Wörth

Wirtschaft und Klimaschutz

Eine funktionierende, prosperierende regionale Wirtschaft ist in vielfältiger Hinsicht für eine nachhaltige Entwicklung zwischen Wein und Rhein bedeutsam. Ohne die Finanzkraft der lokalen Wirtschaftsunternehmen etwa sind viele soziale, kulturelle Standards in den Kommunen nur schwer haltbar, ebenso das derzeitige Niveau an Lebensqualität. Innovativer Klimaschutz wiederum bietet der regionalen Wirtschaft neue Entwicklungspotenziale und ist zudem Grundlage für eine nachhaltige Sicherung der Lebensqualität im Hinblick auf ein gesundes, angenehmes Klima und den Erhalt der Landschaftsprägung. Ein nachhaltiges, sich wechselseitig bedingendes Netzwerk aus Tourismus, Kultur, Dorf- und Stadtentwicklung und Lebensqualität ist nur auf Basis einer prosperierenden, regionalen Wirtschaftsentwicklung und verstetigter Initiativen zum Klimaschutz möglich. Daher bildet das Handlungsfeld „Wirtschaft und Klimaschutz“ einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Region Südpfalz.

Handlungsziele

Handlungsziel 1
Durch Strategien und Vernetzung Arbeiten in der Region für Jugendliche und junge Erwachsene interessanter gestalten und Erfahrung und Wissen der Senioren erhalten.

Das Miteinander der Generationen ist auch im Bereich der regionalen Wirtschaft wichtig: Diese benötigt den Elan der jüngeren Arbeitskräfte, aber auch die Erfahrung und das über Jahrzehnte aufgebaute Know-how der Senioren. Kommunen, regionale Wirtschaft und Schulen werden daher Strategien entwickeln und Vernetzungsaktivitäten auf den Weg bringen, die beide Zielgruppen ansprechen und diese so der regionalen Wirtschaft als wichtige Entwicklungsfaktoren erhalten.

Handlungsziel 2
Die Region erschließt neue Wirtschaftsfelder und identifiziert ihre bisher nicht erkannten Potenziale im Bereich Wirtschaft.

Eine starke, prosperierende regionale Wirtschaft, die die vorhandenen Ressourcen schonend nutzt, bildet das Rückgrat einer zukunftsfähigen, attraktiven Gesamtregion. Dazu ist es essentiell, dass Kommunen, regionale Wirtschaft und deren Dachverbände gemeinsam neue Wirtschaftsfelder identifizieren und die hieraus resultierenden Potenziale zum Vorteil der regionalen Wirtschaft, deren Arbeitnehmern sowie der Konsumenten in der Region nachhaltig erschließen.

Handlungsziel 3
Die Region wird 100 % energieautark.

Zum modernen Verständnis einer zukunftsfähigen Region gehört auch, dass Kommunen, regionale Wirtschaft und Investoren gemeinsam Strategien entwickeln. Ziel ist, die Region unabhängig von fossilen, schädlichen und endlichen Energieträgern zu machen und stattdessen den regionalen Energiebedarf durch die nachhaltige Nutzung von alternativen, regenerativen Energieformen und -trägern deckt, die hier in der Region selbst vorkommen und nicht aufwändig importiert werden müssen. Das Ziel einer vollumfänglichen Energieautarkie fördert nicht nur Umwelt und Natur, sondern gereicht auch der regionalen Wirtschaft, den Kommunen sowie den hier lebenden Bürgern zum Vorteil.

Handlungsziel 4
Die Zusammenarbeit der Kommunen mit der Wirtschaft bringt den Klimaschutz innerhalb der Region voran.

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes ist es wichtig, dass auch vor Ort in den Regionen die Energiewende gelingt. Dies ist auch maßgebliches Ziel in der Region Südpfalz. Um dieses Ziel zu er-reichen, werden Kommunen, regionale Wirtschaft und Natur- und Umweltschutzverbändegemeinsam Klimaschutzziele formulieren und die Umsetzung gemeinsam voranbringen. Davon profitieren das Klima, die regionale Wirtschaft sowie die Kommunen und ihre Bürger.

Handlungsziel 5
Erneuerbare Energien bieten der regionalen Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft eine zusätzliche Einnahmequelle.

Die Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energien durch Kommunen, regionale Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft bringt nicht nur die Energiewende voran und forciert den Klimaschutz, sondern bietet der regionalen Wirtschaft, aber auch den Kommunen, Bürgern ein neues Investitions- und Einnahmefeld und ist somit nicht nur von ökologischer, sondern auch ökonomischer Bedeutung für die Region Südpfalz.

Handlungsziel 6
Durch verschiedenste Maßnahmen und Aktivitäten wird eine nachhaltige Breitbandversorgung und digitale Erreichbarkeit gesichert.

Überaus bedeutsam für den Standort Südpfalz – und dies nicht nur aus Sicht der Wohn- und Lebensqualität – ist das Vorhandensein und die Nutzbarkeit zukunftsfähiger Kommunikationstechnologien. Für die regionale Wirtschaft ist die Frage nach Breitbandanschlüssen und nach flächendeckender digitaler Erreichbarkeit essentiell für jede Standortentscheidung. Hier ist von zentraler Wichtigkeit, dass Kommunen gemeinsam mit Investoren den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur vorantreiben, damit Bürger und Gewerbetreibende stets die modernsten Technologien nutzen und anwenden können, um sich am Standort Südpfalz wohl zu fühlen und an überregionalen Entwicklungen partizipieren zu können. Für Kommunen wird es daher darum gehen, durch unterschiedlichste Maßnahmen und Aktivitäten eine nachhaltige Breitbandversorgung und digitale Erreichbarkeit flächendeckend zu gewährleisten, damit der Standort Südpfalz für Bürger, aber auch für Gewerbetreibende und potentielle Investoren interessant bleibt. LEADER wird zur Erreichung dieses HZ einen geringen Beitrag leisten, sondern mehr als Multiplikator wirken. Zum Tragen kommen hier andere Förderprogramme und -vergünstigungen wie z. B. die Maßnahme „7.3.a) Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume – Maßnahme der NRR“ des Entwicklungsprogramms EULLE, Angebote der Investitions- und Strukturbank GmbH oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Projekte

Projekt 10: „Errichtung Halle für Saftkelterei & Hofladen“
Eigentümerin der Halle wir Frau Monika Paulat sein, als langjährige Mieterin dieser Halle wird jedoch die Firma Saftomobil GmbH dort eine Kelterei und einen Hofladen betreiben.

Die Firma hat sich auf die Verarbeitung, Pflege und Vermarktung von Streuobstwiesen spezialisiert.

Jeder bekommt seinen eigenen Saft aus den eigenen Äpfeln sortenrein oder gemischt schon ab Kleinmengen mit 100 kg, aber auch viele Tonnen können termingerecht und schnell zu Saft werden. Der Kunde ist bei der Verarbeitung dabei und kann sowohl zuschauen als auch mitmachen, wie er möchte. Die Kelterei mit Sitzmöglichkeiten und Kaffeecke ermöglicht einen Ort der Begegnung und des regen Austausches zwischen allen Streuobstinteressierten. Dies sind Privatpersonen, Vereine, Bürgermeister, öffentliche Einrichtungen (z.B. Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen, Behindertenheime), Bürgerinitiativen, Landwirte.

Durch die moderne, kompakte Anlage kann man den Weg seiner Äpfel genau verfolgen und es herrscht absolute Transparenz in der Verarbeitung. Jeder darf seinen eigenen Saft direkt von der Maschine kosten und die Mitarbeiter erklären geduldig die Funktion der einzelnen Maschinen. Als Event-Erlebnis ist der Keltereibesuch ein fester Bestandteil in zahlreichen Familienkalendern.

Zum Fortbestand der Kelterei ist nun jedoch eine räumliche Veränderung notwendig. Wir leiden unter großem Platzmangel. – Dies zudem ab einem Standort, der nur gemietet ist. Eine neue Betriebsstätte ist erforderlich, wo Kelterei, Maschinen- und Saftlager, Hofladen und Begegnungsstätte zentral und vernetzt an einem Ort verwirklicht werden können.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief

Projekt 13: „Südpfalz-Steige“
Gestartet werden soll ein Onlineshop aus der Südpfalz mit Produkten von regionalen Kleinbetrieben und Manufakturen.

Projektträger ist Familie Zapf, Südpfälzer mit Leib und Seele. Der Familienbetrieb produziert seit 1994 landwirtschaftliche Erzeugnisse, die seit Dezember 2016 zusätzlich auf ganz moderne Art erfolgreich über „Zalat-O-Maten“ in der Region vertrieben werden. Das Besondere: Das Gemüse ist nicht nur tagesfrisch, sondern auch bereits geputzt und koch- bzw. verzehrfertig. Verschiedene Portionierungen sind für jeden Bedarf vorhanden. Nun will das Unternehmen den nächsten Schritt gehen und verzehrfertiges Frischgemüse auch online vermarkten.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief

LEADER-LAG „Südpfalz“

  • c/o Jens Forstner
  • Verbandgemeindeverwaltung Kandel
  • Gartenstraße 8
  • 76870 Kandel
  • Telefon: 07275/960 203
  • E-Mail: jens.forstner@vg-kandel.de

LEADER Regionalmanagement