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Stadt Wörth

Natur, Kulturlandschaft und Landbewirtschaftung

Die vielfältige und abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft und deren Bewirtschaftung sind schon heute wesentliche Säulen für die Lebensqualität, für touristische Potenziale und damit für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung der Region. Um sie als solche zu erhalten und weiter auszubauen, müssen Natur, Kulturlandschaften und Landwirtschaft innovativ weiterentwickelt und nachhaltig gestaltet werden. Damit sie auch zukünftig als nachhaltige Faktoren für Lebensqualität und Wirt-schaft fungieren können, sollen die im Handlungsfeld „Natur, Kulturlandschaft und Landbewirtschaftung“ beschriebenen Maßnahmen und Strategien realisiert werden.

Handlungsziele

Handlungsziel 1
Die Natur- und Kulturlandschaft wird erhalten und vielfältig weiterentwickelt.

Die Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft ist für die Südpfalz eine tragende Säule in ökologischer, wirtschaftlicher, touristischer und soziokultureller Sicht. Sie zu erhalten, weiterzuentwickeln, zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten, ist für Kommunen, Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutzverbände sowie Vereine/Verbände, Grundstückseigentümer und Forstwirtschaft eine wichtige, gemeinschaftliche Aufgabe, von der alle Akteure in der Region profitieren.

Handlungsziel 2
Regionale und ökologische Produkte tragen zur Wertschöpfung innerhalb der Region bei.

Schon heute leisten regional erzeugte und ökologisch erwirtschaftete Produktlinien einen wichtigen Beitrag zur Gesamtentwicklung der Region. Gleichwohl schlummern hier noch beachtliche Potenziale, welche Kommunen, Produzenten, Landwirtschaft, Dienstleister und Gewerbetreibende entdecken, aktivieren, und nutzen können, um die Wertschöpfung innerhalb der Region auch aus Sicht von Bürgern, Konsumenten, Touristen und Gewerbetreibenden zu maximieren.

Handlungsziel 3
Eine enge Kooperation mit dem Naturpark und Biosphärenreservat „Pfälzerwald-Nordvogesen“ sorgt für eine ganzheitliche Entwicklung in der Region.

Das unmittelbar angrenzende Biosphärenreservat Pfälzerwald stellt für die Region Südpfalz eine große Chance dar. Zum einen bildet der Pfälzerwald mit dem Naturraum der Südpfalz eine enge Verzahnung, welche für vielerlei Synergien sorgt. Zudem werden die LEADER-Region Südpfalz und der Pfälzerwald von vielen Bürgern als Ganzes, als ihre Heimatregion, wahrgenommen. Durch (transnationale) Kooperationsprojekte von, mit und für Kommunen, Landwirtschaft, Naturfachverbänden und Forstwirtschaft wird sich die gesamte Region nachhaltig und zukunftsfähig entwickeln.

Handlungsziel 4
Die Infrastruktur von Landwirtschaft und Weinbau wird modernisiert und ausgebaut.

Landwirtschaft und Weinbau können nur zukunftsfähig werden und ihren Beitrag für eine lebendige Region leisten, wenn es gelingt, gemeinsam mit Kommunen, Naturfachverbänden und Planungsbüros deren Infrastruktur zu modernisieren und auszubauen. Hierzu ist eine Vielzahl an gemeinsamen Anstrengungen erforderlich.

Projekte

Projekt 1: „Biodiversitätsstrategie 2020“
Mit diesem Vorhaben greift die LAG Südpfalz bereits im ersten Projektaufruf gleich ein erstes wichtiges Vorhaben auf, welches die Region bereits im Rahmen der Erstellung ihrer LILE als zentrales Paradigma im Handlungsfeld „Natur, Kulturlandschaft und Landbewirtschaftung“ verankert hat: Die Gestaltung und ökologische Aufwertung bestehender Grünzüge und damit einhergehend die Schaffung ökologisch hochwertiger zusammenhängender Grünareale mit dem Ziel einer höherwertigen Biodiversität, einer nachhaltigen Optimierung von Landschafts- Klima- und  Naturschutz sowie auch der Installation eines verstetigten, geordneten Pflege- und Nutzungsmanagements.

Ausgangslage und Problemstellung:

  • In der Region „Südpfalz“ existieren zahlreiche kleinteilige, vor Ort ( in den Orts- und Verbandsgemeinden bzw. Städten ) entstandene, wenig zusammenhängende Grünstrukturen und Biotopzusammenhänge.
  • Zugleich lassen sich zahlreiche pflegeintensive und zugleich wenig inwertgesetzte, ökologisch hochwertig gestaltete Flächen und Flächenverbünde vorfinden.
  • Parallel lässt sich ein weitgehend unkoordiniertes Handling von Unterhalt und Pflege solcher Flächen und Strukturen feststellen.

Zielsetzung:

  • Wesentliches Ziel dieses LAG-Projektes ist die Planung und Umsetzung eines Konzepts zusammenhängender, pflegeextensiver und zugleich ökologisch revitalisierter, biologisch aufgewerteter Flächenverbünde anstatt kleinteiliger, pflegeintensiver und ökologisch wenig bedeutsamer Flächen über alle Kommunalgrenzen in der LEADER-Region hinweg als bedeutsamer Beitrag zu einer höheren Biodiversität in der Region.
  • Darüber hinaus zielt das Vorhaben auf die Planung und Umsetzung eines Konzepts zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Pflege sämtlicher dieser Flächen ab.
  • Nicht zuletzt liegt ein Focus auch auf dem Entwickeln und Umsetzen eines Konzepts zum Aufbau und Management eines zentralen Ökokontos für die gesamte LEADER-Region

Die Umsetzung des Projektes soll in mehreren Etappen erfolgen:

  • Schritt 1: Aufnahme sämtlicher vorhandener Grünflächen, –züge und –strukturen in der LEADER-Region mit öffentlichem Charakter bzw. Flächen mit Revitalisierungspotential in Kooperation u.a. mit den Fachabteilungen der Kommunalverwaltungen, des Landesbetriebs Mobilität, der Deutschen Bahn und der beiden Kreisverwaltungen, Einpflegen und Darstellung in zentralem GIS-Portal
  • Schritt 2: Aufbau einer Online-Plattform zur Bürgerbeteiligung, Durchführung und Aus-wertung dieser digitalen Bürgerbeteiligung
  • Schritt 3: Entwicklung eines Konzepts zur nachhaltigen Gestaltung und Bewirtschaftung der Flächen und Strukturen mit dem Ziel, ganzheitliche, zusammenhängende, ökologisch hochwertige und pflegeextensive Flächenverbünde zu generieren; Ausweisung potentieller Erweiterungsflächen im Hinblick auf zukünftige Ausgleichsbedarfe und „Lücken-schlüsse“ im Biotopverbund; Entwickeln eines Konzept zur nachhaltigen Pflege und Bewirtschaftung dieser Flächen und zum Aufbau und Management eines zentralen Ökokontos für die gesamte LEADER-Region
  • Schritt 4: Etappenweise Umsetzung der Konzepte und Monitoring

Nähere Informationen im Projektsteckbrief

Projekt 7: „Ausbau & Weiterentwicklung der bestehenden Streuobstwiesen- und Bienenlehrpfade, nachhaltige Entwicklung des Apfelsortengartens“
Die bereits Mai 2012 im Rahmen des Projektes INTERREG IV Rheinpark errichteten Entdeckungspfade sollen mit weiteren Erlebniselementen, Schautafeln und Informationsmaterial ergänzt und aufgewertet werden.

Des Weiteren sollen Führungen in französischer Sprache angeboten werden.

Ebenfalls sollen die Entdeckungspfade im Rahmen der Barrierefreiheit auf den Prüfstand gebracht, eine Machbarkeitsprüfung durchlaufen und eventuell um einzelne Punkte ergänzt werden.

Die genetische Vielfalt geht bei den modernen Apfelsorten zurück. Ein Plädoyer für alte regionale Apfelsorten entsteht. Mit einer Infotafel am „Apfelsortengarten Büchelberger Schatzkiste“ wird das Projekt „Erhaltung alter Apfelsorten“ beschrieben.

Jeder Apfelbaum erhält eine Tafel in Apfelform. Diese Tafel beschreibt die jeweilige Sorte mit Bild und Hintergrundinfos.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief

Projekt 8: „Bienenlehrpfad & grünes Waldklassenzimmer“
Die Arbeit mit der Honigbiene und die Imkerei können nicht hoch genug bewertet werden. Die Honigbienenhaltung lieferte zusammen mit den zahlreichen Wildbienenarten stets einen enormen Beitrag zur Bestäubung von Nutzpflanzen. Besuchergruppen wie Kinder, Jugendliche und Naturinteressierte sind von Bienen ganz besonders fasziniert, wenn man sie mit zum Bienenstock nimmt. Allein die gewonnenen Eindrücke sind für sie unvergesslich. Das Kennenlernen vom Lebensweg einer Biene bietet ihnen einzigartige Möglichkeiten. Mit dem Wissenserwerb über das Aussehen der Honigbiene, die Nützlichkeit der Bienen für Mensch, Tier und Natur, die Lebensweise der Bienen, die Arbeit eines Imkers, etc., lernen die Besucher gleichzeitig interdisziplinär. Sie erfahren Zusammenhänge in der Natur und schulen Ihre Beobachtungsgabe. Durch den Abbau von Berührungsängsten mit dem Insekt soll eine Veränderung der Haltung und des Bewusstseins stärken. Ihr Verhalten gegenüber der Natur kann nach-haltig verändert werden. Über die Informationen kann die enge Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie anschaulich und ausführlich dargestellt werden. Mit Naturstämmen soll ein grünes Waldklassenzimmer integriert werden.

In unmittelbarer Nähe des Waldklassenzimmers soll ein Bienenlehrpfad / Wanderpfad mit Schautafeln über das Leben der Biene angelegt werden. Besuchergruppen, Schulklassen und Kindergärten sollen mit Workshops und intensivere Schulungen auf die Wichtigkeit unserer Bestäuber hingewiesen werden. Mit den Lehrtafeln des Bienenlehrpfades könnten wir die Besucher auf die Bedeutung der Bienen im Naturhaushalt aufmerksam machen.

Der Gang über den Lehrpfad stellt damit einen landschaftlichen Leckerbissen, verbunden mit vielseitigen Informationen über die Bienen und ihre Bedeutung dar.

Informieren, zeigen, anfassen, die Natur erlebbar darstellen, das ist und bleibt das erklärte Ziel des Bienen Lehr- und Informationspfad der VG Herxheim, welches auch künftig verfolgt werden wird. Innerhalb kurzer Zeit soll er zum festen Bestandteil der VG Herxheim als regionalen Bezug, sehr einprägsam und unverwechselbar sein

Nähere Informationen im Projektsteckbrief

LEADER-LAG „Südpfalz“

  • c/o Jens Forstner
  • Verbandgemeindeverwaltung Kandel
  • Gartenstraße 8
  • 76870 Kandel
  • Telefon: 07275/960 203
  • E-Mail: jens.forstner@vg-kandel.de

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