Verbandsgemeinde Herxheim

Verbandsgemeinde Jockgrim

Verbandsgemeinde Kandel

Verbandsgemeinde Landau Land

Verbandsgemeinde Hagenbach

Stadt Wörth

Lebensqualität und dörfliche Entwicklung/Stadtentwicklung

Lebensqualität zwischen Wein und Rhein manifestiert sich in hohem Maße in den Städten und Dörfern unserer Region. Diese sind geprägt vom Geist des Miteinanders, Heimatverbundenheit, lebendigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements und südpfälzischer Lebensfreude. Gleichwohl treffen die Auswirkungen des demografischen Wandels auch die Region Südpfalz. Um unsere Kommunen nachhaltig l(i)ebenswert zu gestalten, sie als Kristallisationspunkt des Miteinanders zu erhalten, um Lebensqualität zu bewahren und weiter zu steigern, ist eine Vielzahl an innovativen Maßnahmen und Strategien notwendig, welche das Handlungsfeld „Lebensqualität und dörfliche Entwicklung/Stadtentwicklung“ beinhaltet.

Handlungsziele

Handlungsziel 1

Eine zukunftsweisende Dorf- und Stadtinnenentwicklung stellt lebendige, aktive und zukunftsfähige Ortskerne und eine nachhaltige Nahversorgung sicher unter Berücksichtigung innovativer Transport- und Mobilitätskonzepte.

Die Städte und Dörfer sind ein Kristallisationspunkt des Miteinanders und der Lebensqualität in der Südpfalz. Soll dies auch in Zukunft so bleiben, stehen die Kommunen vor der Herausforderung zusammen mit Gewerbetreibenden, Planungsbüros und Investoren ihre Ortskerne so weiterzuentwickeln, dass sie auch in Zeiten der demografischen Veränderungen lebendig, attraktiv und zukunfts-fähig bleiben. Ein wichtiger Baustein ist hier die nachhaltige Sicherung der Nahversorgung, gerade auch in den kleineren Gemeinden. Hier gilt es, Bürger im Allgemeinen, Grundstückseigentümer und Konsumenten in ihrem Handeln so zu beeinflussen, dass etwa Grundstücke und Gebäude zukunftsfähig im Sinne einer Gesamtstrategie gestaltet und modernisiert werden oder dass Kaufkraft möglichst im Ort gehalten werden kann.

Handlungsziel 2

Neue Wege in der Ehrenamtskultur und innovative Weiterentwicklung des Freiwilligenengagements fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl in den Dörfern und Städten der Region.

Die Lebensqualität und das Miteinander drücken sich in den Kommunen der Region auch dadurch aus, dass das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement sehr ausgeprägt ist. Damit dies auch in Zukunft der Fall sein kann, müssen Vereine, Verbände, Kulturträger, Kommunen und Kirchen neue Wege in der Ehrenamtskultur beschreiten. Nur wenn das Freiwilligenengagement innovativ und nachhaltig weiter entwickelt wird, werden sich Bürger auch in Zukunft bereit zeigen, sich ehrenamtlich zu engagieren und können Vereine und Verbände somit lebendig ausgestaltet werden.

Handlungsziel 3

Moderne Beteiligungs- und Aktivierungskonzepte binden alle Bevölkerungsgruppen in die Stadt- und Dorfentwicklung ein und binden sie an die Region.

Wichtig für eine moderne Dorf- und Stadtentwicklung, die durch Bürger nicht nur akzeptiert, sondern auch aktiv mitgetragen werden soll, sind moderne Beteiligungs- und Aktivierungskonzepte, mit denen Kommunen, Vereine, Verbände, Kulturträger – eventuell mit fachlicher Unterstützung- die Bürger frühzeitig gewinnen, einbinden und nachhaltig dauerhaft beteiligen.

Projekte

Projekt 4: „Nähwirkstatt“

Engagierte, aktive Bürgerinnen beleben das Ortszentrum Herxheims durch Schaffung eines interkulturellen Begegnungsortes für Alt und Jung, an dem Kommunikation, Kreativität und Austausch von Kompetenzen im handwerklichen Bereich gefördert werden.

Ein Leerstand in der Ortsmitte wird mit nachbarschaftlichem und bürgerschaftlichen Engagement reaktiviert und als Nähwerkstatt und Nähwirkstatt einer mehrfachen und vielschichtigen Nutzung zugeführt.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief.

Projekt 2: „Dorfentwicklung / VU Büchelberg“

Der in der LEADER-Region Südpfalz gelegene Ortsbezirk der Stadt Wörth, Büchelberg, verfügt nicht über ein Dorferneuerungskonzept. Das bedeutet, dass der Ortsbezirk nicht auf die Dorferneuerungsmittel des Landes Rheinland-Pfalz zugreifen kann. Konkret können hier keine öffentlichen Maßnahmen, aber auch keine privaten Maßnahmen über die Dorferneuerung gefördert werden. Büchelberg kann auch nicht in die Schwerpunktanerkennung des Landes gelangen, da kein Konzept vorliegt. Ein Erstkonzept wird von kei-nem Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz berücksichtigt.

Daher möchten der Ortsbezirk, um eine zukunftssichere Innenentwicklung durchführen zu können, im Rahmen der LEADER-Förderung ein Erstkonzept erstellen. Mit Anerkennung des Dorferneuerungskonzeptes durch die Kreisverwaltung Germersheim können die Kommune und auch private Besitzer/innen auf Mittel der Dorferneuerung zugreifen.

Nach Erstellung des Dorferneuerungskonzeptes möchte Büchelberg in einem weiteren Schritt ein vereinfachtes Sanierungsgebiet im Ortskern ausweisen.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief.

Projekt 16: „Dorfinnenentwicklung - Durchführung von VUs für Ortskernsanierungen und Innenentwicklungskonzepte, Erstellung eines Erstkonzepts für eine zukünftige Dorfentwicklung“

Der Wörther Ortsteil Schaidt sowie die beiden Wörther Ortsbezirke Wörth und Maximiliansau und die Ortsgemeinden Jockgrim, Herxheim, Insheim, Frankweiler, Siebeldingen und Birkweiler wollen dazu eine Vorbereitende Untersuchung zur Ausweisung von Sanierungsgebieten durchführen, um städtebauliche Mängel und Missstände im Ort zu erheben und hierzu ein Sanierungskonzept für ihre Orte zu erarbeiten.

Dörfer und Städte sind der Lebens- und Arbeitsraum und die Zukunft der Bevölkerung. Die Anforderungen an die Dorfentwicklung werden in Zukunft steigen. Die Bürger wollen eine attraktive Gemeinde, die ihre Bedürfnisse erfüllt. Hierbei handelt es sich besonders um Lebens- und Wohnqualität, sprich die soziale Infrastruktur wie Vereinsleben, Kindergärten und Schulen, saubere und gesunde Umwelt, aber auch das Vorhandensein von Arbeitsplätzen oder zumindest deren schnelle Erreichbarkeit.

Die Dorfentwicklungsplanung beinhaltet neben der Verbesserung der räumlich-baulichen Gestaltung, auch eine umfassende sozioökonomische und soziostrukturelle Weiterentwicklung einer Kommune.

Der Wörther Ortsteil Schaidt plant darüber hinaus auch die Erstellung eines Dorfentwicklungskonzepts. Mit einem anerkannten Dorfentwicklungskonzept können vor allem auch private Eigentümer in Zukunft auf Mittel des rheinland-pfälzischen Dorferneuerungsprogramms zugreifen. Die Zuwendungen werden in der Regel als Projektförderung gewährt. Die Förderung kann je nach Projekt als Festbetragsfinanzierung oder als Anteilsfinanzierung bis zu 65% der Bausumme erfolgen. Zur Dorferneuerung gehört zum Beispiel der Um- und Ausbau älterer landschaftsprägender oder öffentlich bedeutsamer Gebäude und Schaffung von neuem Wohnraum im Ortskern durch Umnutzung leerstehender Bausubstanz und vieles mehr. Maßnahmen in den Ortskernen wird der Vorzug gewährt. Den Belangen von Kindern und Jugendlichen, Behinderten und älteren Bürgerinnen und Bürgern muss Rechnung getragen werden.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief.

Projekt 17: „Kühlzelle und Kühlfahrzeug zum Start der Herxheimer Tafel“

Engangierte Bürerinnen und Bürger Herxheims haben sich entschlossen, etwas Gutes für unsere Gesellschaft zu tun. Die Idee, in einem ehemaligen Modegeschäft eine Tafel zu eröffnen, erweckte große Begeisterung.

So wurde im Jahr 2017 begonnen, ehrenamtliche Helfer zur Unterstützung des Projekts zu suchen und tatsächlich stieß es auf große, positive Resonanz. Innerhalb kurzer Zeit kamen 58 Gründungsmitglieder und fast 15.000 € zusammen und so konnte durch die die Gründung des Vereins „Tafel Herxheim e.V.“ am 11. Januar 2018 die Tafel in Herxheim ins Leben gerufen werden.

Aufgabe der Tafeln ist die Versorgung mit Lebensmitteln von bedürftigen Menschen sicherzustellen. In den Gemeinden Herxheim / Hayna, Insheim, Rohrbach und Herxheimweyher haben allein offiziell 700 Menschen Anspruch darauf, die Tafel zu nutzen. Darunter sind viele Rentner, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben und bei denen das Geld trotzdem nicht ausreicht. Genau diese Altersarmut wird in unserer Gesellschaft immer mehr zum Problem und deshalb ist es unbedingt notwendig, Einrichtungen wie die Tafeln aufrechtzuerhalten, zu verbessern und auszuweiten. Darüber hinaus können auch bedürftige Men-schen im Umfeld der VG Herxheim, z. B. aus dem Bereich der VG Kandel oder Landau-Land, die Angebote der Herxheimer Tafel nutzen. Dies alles ist allerdings nur mit viel Hilfe und Unterstützung möglich. So-wohl finanzielle als auch materielle Unterstützung und die Beteiligung von ehrenamtlichen Helfern sind Grundvoraussetzung, um eine Tafel eröffnen zu können.

Dies hat Herxheim dank der großen Hilfsbereitschaft in und um die Ortschaft herum geschafft, jedoch ist sie auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen.

Zum Start des Vorhabens der Tafel in Herxheim werden nunmehr zwei langlebige Wirtschaftsgüter benötigt: Ein Transportfahrzeug, welches mit einer Kühlzelle ausgestartet ist, sowie eine stationäre Kühlzelle im Bereich der Tafel. Diese beiden Gegenstände sollen über das LEADER-Vorhaben gefördert werden.

Mehr Informationen im Projektsteckbrief.

Projekt 15: „Demenzgarten – Garten der Sinne in der ambulanten Wohn-Pflege-Gemeinschaft „Am Dorfplatz“, Neuburg“

Der Bürgerverein eröffnete am 06.03.2018 seine ambulante Wohn-Pflege-Gemeinschaft „Am Dorfplatz“ für 12 Seniorinnen und Senioren mit Unterstützungs- und Pflegebedarf. Diese neue Wohnform in familiärer Atmosphäre ermöglicht der älteren Generation trotz Hilfebedarf den Verbleib in „ihrem Dorf“ bzw. ihrem angestammten Wohnquartier bis an ihr Lebensende. Der Bürgerverein baut damit seine derzeitigen Dienste (z. B. Arzt- und Einkaufsfahrten, Liefer- und Heimservice, Kehr- und Räumdienste) nun durch ehrenamtliche Alltagsbegleitung für die Bewohner/innen der Wohn-Pflege-Gemeinschaft in Kooperation mit einem ambulanten Pflegedienst als Betreiber aus.

Die weitere Belegung der Wohn-Pflege-Gemeinschaft erfolgt stufenweise und wird voraussichtlich bis Mitte Mai abgeschlossen sein.

Noch keinerlei Gestaltung erfolgte jedoch im Gartenbereich der Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Hierzu existierte bislang auch noch kein konkretes Konzept. So war ursprünglich eine Mischung aus einer kleinen Rasenfläche und einem Steingarten mit einfachsten Mitteln geplant. Im Zuge der Errichtung der Wohn-Pflege-Gemeinschaft kam jedoch die Idee auf, hier einen ansprechenden Demenzgarten für Bewohner, Gäste und interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region anzulegen. Schließlich muss davon ausgegangen werden, dass in der Wohn-Gemeinschaft viele Menschen mit Demenz leben werden. Deshalb wollen wir den kleinen Garten im Süden des Grundstücks als Demenzgarten bzw. Garten der Sinne anlegen.

Der Außenbereich soll auf einem kleinen Rundweg mit drei Ruhebänken, einem Wasserspiel, vielen Duftstauden und -Hecken wie Rosmarin, Rosen oder Lavendel sowohl den Gehör- als auch den Geruchssinn anregen. Zudem sind zwei Bäume als Schattenspender geplant. Sukzessive sollen in den kommenden Monaten und Jahren auch unter Bürger- und Bewohnerbeteiligung (z.B. im Rahmen von Aktionstagen u. ä.) weitere einfache haptische Elemente und naturnahe Beschäftigungs- und Bewegungsangebote hinzukommen.

Nähere Informationen im Projektsteckbrief.

LEADER-LAG „Südpfalz“

  • c/o Jens Forstner
  • Verbandgemeindeverwaltung Kandel
  • Gartenstraße 8
  • 76870 Kandel
  • Telefon: 07275/960 203
  • E-Mail: jens.forstner@vg-kandel.de

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